Die Wahl zwischen einem warmen und einem kühlen greige farbton im Schlafzimmer sollte sich in erster Linie nach der Ausrichtung des Raumes, dem vorhandenen Licht und Ihrer persönlichen Ruheempfindung richten. weitere Infos entsteht aus der Mischung von Grau und Beige und wirkt je nach Unterton entweder gemütlich oder modern-sachlich. Ein warmer greige farbton enthält mehr Rot-, Gelb- oder Braungpigmente und reflektiert das Licht weicher; er eignet sich besonders für Nord- oder Ostzimmer, die wenig direktes Sonnenlicht erhalten. Dort verhindert der warme Unterton, dass der Raum grau und freudlos wirkt. Ein kühler greige farbton mit grünlichen, bläulichen oder violetten Nuancen passt dagegen besser in Süd- oder Westzimmer mit viel Tageslicht, weil er die Wärme ausgleicht und eine ruhige, klare Atmosphäre schafft. Prüfen Sie vor dem Streichen unbedingt, wie sich der Ton bei Morgen-, Mittags- und Abendlicht verhält, denn greige kann seine Wirkung im Tagesverlauf deutlich verändern.

Für ein erholsames Schlafklima kommt es weniger auf die Temperatur des Farbtons als auf die Kombination mit Textilien, Holz und Lichtquellen an. Ein warmer greige farbton harmoniert hervorragend mit Leinen in Naturtönen, warmem Eichenholz und indirektem Licht mit warmweißen Leuchtmitteln; so entsteht eine geborgene, fast hotelartige Atmosphäre. Ein kühler greige farbton wirkt mit grauen oder anthrazitfarbenen Akzenten, dunklem Nussbaumholz und neutralweißem Licht besonders aufgeräumt und ruhig. Achten Sie darauf, dass die Wandfarbe nicht mit der Bettwäsche oder dem Teppich verschmilzt, sondern leichte Kontraste setzt, damit der Raum Tiefe gewinnt. Als Faustregel gilt: Wenn Sie morgens schwer in den Tag finden, wählen Sie die wärmere Variante; wenn Sie abends schwer zur Ruhe kommen, kann die kühlere Variante helfen, den Kopf klarer zu bekommen.
Praktisch empfiehlt es sich, Musterflächen von mindestens einem Quadratmeter direkt an der Wand anzulegen und zwei bis drei Tage lang zu beobachten, bevor Sie sich entscheiden. Streichen Sie die Muster nebeneinander, damit Sie den Unterschied zwischen warm und kühl im direkten Vergleich sehen. Decken und Fußleisten sollten Sie in einem verwandten, aber leicht helleren oder dunkleren Ton halten, damit das Schlafzimmer nicht unruhig wirkt. Wenn Sie sich nicht entscheiden können, ist ein neutraler greige farbton mit ausgewogenem Unterton die sicherste Wahl, die sich sowohl mit warmen als auch mit kühlen Accessoires kombinieren lässt. Denken Sie daran, dass die Wirkung nicht allein von der Farbe abhängt: Vorhänge, Bettwäsche und Lampen tragen ebenso zur wahrgenommenen Temperatur bei. Testen Sie daher immer das Zusammenspiel aller Elemente im fertigen Raum, bevor Sie die gesamte Wandfläche streichen.